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Für Zauberer, die es bevorzugen, ihre Kunst ohne mechanische Hilfsmittel auszuführen, gibt es eine Art, um die wirklich reizende Täuschung mit Papierschnitzeln hervorzubringen.

Man benötigt folgende Gegenstände dazu:
• 1 große Glasschale
• 4 kleine Glasschalen
• Papierschnitzel in 4 verschiedenen Farben, von denen eine jede getrennt auf eine der kleinen Glasschalen gelegt wird
• von jeder Farbe zwei kleine gefüllte Papierbeutelchen
• Auf jeder Hand einen Fingerring mit je einem angelöteten kleinen Häkchen.



Die Papierbeutelchen werden folgendermaßen gemacht: Man nimmt ein Stück Seidenpapier in der Größe von zirka 20 Zentimeter, legt es auf den Tisch und stellt in die Mitte einen Glaszylinder, den man mit einer der vier Papiersorten befüllt, worauf man die losen Papierschnitzel in diesem mit einem breiten Holz fest niederdrückt.



Dann biegt man die Ecken des Papiers hoch, drückt sie fest gegen den Zylinder, dies lässt man am besten von einer zweiten Person ausführen, da der Druck auf die Papierschnitzel nicht aufhören darf und zieht ihn dann vorsichtig heraus, wobei man die Papierschnitzel mit dem Holz niederdrückt, sodass sie im Papier zurückbleiben.



Man biegt nun die Ecken des Papiers ganz über den Schnitzeln zusammen und fertigt ein kleines Päckchen, indem man die Enden fest zudreht. Das so entstandene Paket bindet man an der zugedrehten Stelle mit starkem schwarzen Zwirn zusammen. Außerdem macht man an diesem Zwirn eine Schlinge, um das Packet beliebig aufhängen zu können. In dieser Weise präpariert man von jeder Farbe zwei Pakete, im Ganzen hat man dann 8 Stück.



4 Pakete davon, und zwar je 1 von jeder Farbe, knöpft der Vorführende mit ihren Fadenschlingen an die Knöpfe seiner Hose, und zwar verteilt man die Farben folgendermaßen: Schwarz an der rechten Seite, Rot an dem rechten hinteren Knopf, Gelb an dem linken hinteren Knopf und Grün an dem linken vorderen Knopf. Diese Pakete sind selbstverständlich nicht zu sehen, da ja das Jackett des Künstlers sie bedeckt.



Die übrigen 4 Pakete kann man nach Belieben auf eine Stuhl- oder Tischservante legen oder sie auch an anderer Stelle, wo man sie bequem wegnehmen kann, verbergen. Tritt der Künstler auf, so präsentiert er die auf den keinen Glastellern hegenden Papierschnitzel und bittet jemanden aus dem Publikum, sie in die große Schale hineinzuschütten und zu mischen.



Er sagt nun, er besäße die Macht, nicht nur Gegenstände zu verbinden, sondern auch auf eine, bis jetzt noch unbekannte Weise trennen zu können und er beabsichtigt, dies gleich zu beweisen. Er lässt nun die große, mit den gemischten Papierschnitzeln gefüllte Schale im Publikum herumreichen und fragt einen beliebigen Zuschauer, welche Farbe er am liebsten habe.



Der Zuschauer sagt beispielsweise „Schwarz“, so zeigt der Künstler seine Hände leer vor und bittet daraufhin die große Glasschale zurück. Diesen Moment nutzt er, um das an der rechten Seite angebrachte schwarze Paket abzureißen. Um dies nun in der rechten Hand ungeniert und ungezwungen ohne große Fingerfertigkeit halten zu können, hakt er es in den Haken des Ringes ein.



Er kann jetzt sogar die Hand nochmals leer vorzeigen, sich auch die Ärmel seines Jacketts hochstreifen, nur muss er dann das am Ring hängende Päckchen auf den Rücken der betreffenden Hand schieben.



Er greift nun mit der rechen Hand, in der das Beutelchen verborgen ist, in die bunt durcheinander gemischten Papierschnitzel und bringt dabei das schwarze Päckchen in sie hinein, und zwar so, dass es, wenn er die Hand wieder aus der Glasschale herauszieht, nicht in den Schnitzeln zu bemerken ist.



Beim Herausziehen der Hand bringt er eine Partie der gemischten Papierschnitzel heraus und sagt dabei, dass er heute mit seiner Macht nicht so recht ausreiche, da es ihm nicht gelänge die gewünschte Farbe sogleich herauszubringen. Er greift nun nochmals mit der rechten Hand in die Schale, wodurch die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die Hand gelenkt wird, und reißt gleichzeitig mit der linken Hand unbemerkt das linkshängende Paket (grün) ab, worauf er auch mit dieser Hand in die Papierschnitzel fährt, das grüne Packet in denselben versteckend.



Es ist dies ein kleiner Vorteil für den Künstler, da er im gegebenen Falle nun die grüne Farbe bereits aus der Schale herausnehmen und somit bei Weitem eleganter arbeiten kann. Während dessen hat er mit der rechten Hand das schwarze Paket aufgelöst, nimmt es heraus und schüttelt die schwarzen
Papierschnitzel auf einen der leergewordenen Glasteller. Das Verpackungspapier drückt er in der Hand zusammen und lässt es beim Wegnehmen des Behälters vom Tisch in irgendeine Servante fallen.



Der Künstler präsentiert nun die schwarzen Papierschnitzel und reißt während dieser Zeit abermals eins der noch aufgehängten Pakete ab oder auch, er nimmt ein solches von anderer Stelle, was nebenbei bemerkt leicht beim Hinstellen der Schale auf den Tisch oder Stuhl zu bewerkstelligen ist. Das Hauptaugenmerk des Künstlers muss darauf gerichtet sein, möglichst alle Pakete in die Papierschnitzel hineinzubekommen, um bei weiterer Vorführung sie aus den Papierschnitzeln herausnehmen zu können.



Der Künstler braucht durchaus nicht zu befürchten, dass er sich beim Herausnehmen der einzelnen Päckchen aus der Schale irren könnte, da er ja von oben freien Einblick in die Schale behält, indem er die oberen Papierschnitzel nach der Seite zurückschiebt. Im Übrigen ist es auch nicht absolut nötig, dass er die Päckchen in die große Schale hineinbringt, er kann auch jedes Mal erst das gewünschte Packet von einer Servante wegnehmen oder vom Körper abreißen. Es lassen sich natürlich noch verschiedene Varianten finden und ist da der Fantasie eines jeden Künstlers freier Spielraum gelassen.

Gut Trick!

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