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Mit diesem Wissen können Sie nun in die nächste Zaubervorstellung gehen und wir sind uns sicher, Sie werden trotzdem sehr verblüfft sein und über die künstlerischen Fähigkeiten der Illusionisten staunen. Viel Spaß dabei!

Taschenspieler verbergen vor ihrem Publikum einen Gegenstand und bringen diesen scheinbar an eine Stelle, wohin er in Wirklichkeit nicht gelangt. Der Künstler nimmt einen leicht zu handhabenden Gegenstand, wie beispielsweise ein Ei, eine Korkkugel, eine Münze oder dergleichen in seine rechte Hand und gibt sich den Anschein, als übergebe er den Gegenstand in die linke Hand. Man möchte diesen Platzwechsel beschwören, die Illusion ist so vollkommen, dass niemand ihr entgeht.



Vollkommen abwegig ist die weitverbreitete Annahme, dass der Vorführende sich bei vielen Kunststücken seiner Jackett-Ärmel bedient, denn die kommen bei einem guten Taschenspieler nur ganz selten in Betracht.



Das wichtigste Werkzeug des Taschenspielers ist und bleibt die Hand. Der Zauberkünstler muss mit seinen Händen über Monate, ja über Jahre hindurch üben, und zwar vor dem Spiegel, um sich zu überzeugen, dass seine Handbewegungen nicht zu erkennen seien. Er muss lernen, Gegenstände in der flachen Hand zu halten, während er die Finger bewegt, ja er muss dahin gelangen, mit dem untersten Glied der Finger etwas zu fixieren, die Oberen aber frei vor dem Zuschauer spielen zu lassen.



Ein gut geschulter Zauberer hält mit dein Innern seiner Hand fünf 2 Euro-Münzen, indessen er die Arme bewegt, gestikuliert und dabei eifrig Spielkarten mischt. Mit Wörtern und Mimik unterstützt er die manuellen Ausführungen. Während der Künstler versichert, dass er einen Gegenstand in die rechte Hand gebe, blickt er darauf und beschäftigt sich mit dieser. Auch eine anpreisende und natürlich irreführende Erklärung des Kunststückes kann dazu beitragen, den Anschein, der erweckt werden soll, zu erhöhen.



Der Finte, dem Publikum einen scheinbaren Vorgang als einen wirklichen zu suggerieren, steht als ebenso wichtiger Faktor der Taschenspieler das Bestreben gegenüber: das Publikum daran zu hindern, das zu sehen, was sich vor seinen Augen befindet, also gleichsam einen Teil ihrer Sinne zu berauben.



Dem Künstler fällt die schwere Aufgabe zu, die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu schwächen und von dort abzulenken, wo sie ihm unbequem wäre. Sind alle Augen auf den Künstler gerichtet, so kann er diese nach einer bestimmten Richtung dirigieren, indem er selbst nach dieser Richtung schaut; je langsamer und natürlicher, desto besser. Will man ein Kunststück mit der rechten Hand machen, so wende man alle Aufmerksamkeit der linken zu, ebenso umgekehrt; die „arbeitende“ Hand bleibt dann unbeachtet.



Ergreift der Künstler ein Kartendeck, ohne etwas zu sagen, so schaut alles ihm auf die Hände; spricht er aber, so sieht man ihm ins Gesicht, und die Hände werden nicht mehr überwacht. Während der Ausführung eines Kunststückes wird, wenn möglich, schon das nächstfolgende vorbereitet. So entgehen diese Vorbereitungen dem Beobachter, weil sie mit dem, was ihn im Augenblick interessiert, nichts zu tun haben.



Ebenso ist es eines der besten Hilfsmittel, die Aufmerksamkeit des Publikums durch irgendeine verblüffende Redensart zu abzulenken. Man macht ein Kartenkunststück, zu dem man die vierte Karte kennen muss; man stellt aber vor dem Publikum, dieses verfolgt jede Bewegung, und doch braucht man eine Sekunde in der das Publikum abgelenkt ist, um in die Karten zu schauen. Da stellt der Künstler beispielsweise an irgendeinen Zuschauer eine nichtige Frage. Der Angesprochene weiß dann nicht recht, was er antworten soll, die anderen blicken mit einem Lächeln auf ihn, und so gewinnt der Künstler die bewusste Sekunde Zeit für seine beabsichtigte Manipulation.



Die Erklärung der Kunststücke ist fast immer auf das Einfachste zurückzuführen. Die einfachsten Mittel erzeugen oft die überraschendsten Wirkungen, namentlich dann, wenn es sich darum handelt, das Unterscheidungsvermögen des Publikums lahm zu legen. Wenn der Zauberer ein Kunststück mit einem lebendigen Vogel gemacht hat, übergibt er diesen seiner Assistentin, besinnt sich aber, verlangt den Vogel zurück, und niemand denkt, dass die Assistentin ihm nun einen künstlichen Vogel statt des Lebendigen reicht.



Ebenso wenig bemerkt das Publikum nicht, wenn der Künstler seine Hand eine Sekunde lang, wie zufällig, hinter irgendeinem Gegenstand verbirgt. Diese Sekunde genügt ihm, um sich eines Gegenstandes zu entledigen oder einen solchen zu erfassen.








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